b'Gemlde4128E. Deshayes, attr., Hafen in Dieppe950 Segelschiffe am Pier, vor Fabrik mit rauchenden Schloten, stimmungsvolle, gering pastose Malerei, l auf Leinwand, rechts unten ortsbezeichnet und datiert Dieppe [18]80 sowie unleserlichsigniert,rckseitigaufdemKeilrahmenundeutlicheBleistiftannotationen, Craquelure, gering restauriert, im Goldstuckrahmen (restaurierungsbedrftig) mit neuzeitlichem Messingrahmenschild gerahmt, hier Zuschreibung E. Deshayes, Falzmae ca. 19,5 x 27 cm.4129M. Dohmen, Stadt am Fluss1200 BlickbersWasseraufaltehrwrdigemittelalterlicheStadt,mitgeschftigemTreiben am Flussufer, lasierende, historisierende Malerei, l auf Leinwand, rechts unten signiert, datiert und ortsbezeichnet M. Dohmen [18]77 Df. [Dsseldorf], Craquelure, Keilrahmen etwas durchzeichnend, original im prchtigen, ca. 16 cm breiten Goldstuckrahmen (etwas restaurierungsbedrftig) gerahmt, Falzmae ca. 76 x 95 cm.Knstlerinfo: dt. Landschafts- und Historienmaler, erwhnt 1877-1919 in Dsseldorf.4130Friedrich Drck, Freiin von Breidbach-Brresheim650 sptbiedermeierlichesHalbfigurenbildnisder21-jhrigenBaronessmitPerlenkette,im herrschaftlichen schulterfreien Kleid aus weiem Seidendamast mit spitzenbesetztem Dekollet, die schwarzen Haare gescheitelt und mit Rosen geschmckt, im sommerlichen Garten, Baroness Carlotta von Breidbach-Brresheim, ab 1863 verehelichte Grfin von Boos-Waldeck (1838 Biebrich/Rhein bis 1920 Abbazia) galt als eine der schnsten Frauen ihrer Zeit und besuchte um 1859 als Hofdame im Gefolge der Groherzogin Mathilde von Hessen-Darmstadt den Hof Knig Maximilian II. von Bayern in Mnchen, bei dieser Gelegenheit begegnete ihr der im Zuge der Affre um Lola Montez und den folgenden Mrzunruhen 1848 abgedankte, der Erotik und Schnheit der Frauen verfallene Knig Ludwig I. von Bayern (1786-1868), der nicht nur in seiner Mnchner Residenz eine Sammlung Portraits der schnsten Frauen der Zeit anlegte, sondern auch in Liebe zu der schnen Carlotta entbrannte, ihr mehr als 250 Gedichte widmete und der Baroness nach dem Tod seiner Frau Therese von Bayern (1792-1854) einen allerdings nicht erhrten Heiratsantrag machte, da nun sein Hofmaler und Schpfer der Schnheitengalerie Joseph Karl Stieler 1858 gestorben war, beauftragte Ludwig I. seinen Neffen und Schler Friedrich Drck mit der Anfertigung eines Portraits der Angebeteten fr seine Schnheitengalerie, offenbar fertigte Drck bei dieser Gelegenheit mehrere Bildnisse von Carlotta - war Ludwig doch auch bei Stieler sehr kritisch, so dass dieser oft mehrere Varianten der Bildnisse fertigen musste, das hier vorliegende, 1859 entstandene Gemlde unterscheidet sich vom heute noch in der Schnheitengalerie in Nymphenburg verwahrten Portrait Carlottas aus dem Jahre 1861 durch eine sinnliche Nahbarkeit und einer wesentlich erotischeren Wiedergabe der Baroness, zeigt das Gemlde in Nymphenburg, der Staatsrson folgend, eine unnahbare, geradezu monumentale Frau vor edlem roten Grund, in einer weniger fraulichen, denn vielmehr einer rmischen Toga gleichenden Robe, so begegnet uns im vorliegenden Gemlde eine anziehende, grazile junge Frau mit sinnlichem Lcheln und direktem vertrumten Blick zum Betrachter, gekleidet4130in zarte Spitze und glnzende Seide, die hellen Arme und der weite Ausschnitt des rmellosen wie schulterfreien Kleides unterstreichen die krperlichen Reize, whrend die Rosen im Haar den Liebreiz421der Dargestellten noch steigern, auch der Hintergrund - ein sommerlicher Garten im Abendlicht spielt auf einen Ort amoursen Rendezvous an, fein lasierende Portraitmalerei mit wenigen pastosen Effekten und trefflich wiedergegebener Stofflichkeit, bereits 1836 rhmt das Knstlerlexikon Nagler den jungen Maler . Drck weiss seinen Kpfen charakteristischen Ausdruck zu ertheilen, und auch die Stoffe gut darzustellen., gerade die Fertigkeit Drcks, Perlen, Spitzen und glnzende Stoffe zu malen, veranlassten Stieler auch bei seinen eigenen Portraitschpfungen, ihn wesentliche Teile beisteuern zu lassen, so schreibt Hyacinth Holland . Mit Feuereifer warf sich Drck auf die Oelmalerei und das Portrait und war bald so glcklich, dem Oheim bei dessen Bildnissen helfen und Spitzen, Perlen und Stickerei malen zu drfen. So ist beispielsweise der volle Schmuck und die berladen reichen Details auf den lebensgroen, in ganzer Figur und im Knigsornate dargestellten Bildnissen der Knigin Therese und des Knig Ludwig I. (Schleiheim) von Drck, welcher dabei seinem berhmten Oheim Stieler mit nicht unerheblichen Handleistungen beistand. ., l auf Leinwand, rechts unten signiert und datiert F. Drck 1859, rckseitig auf dem Keilrahmen Info zum Knstler, randdoubliert, etwas reinigungsbedrftig, im Goldstuckrahmen gerahmt, Falzmae ca. 73,5 x 58,5 cm.4131 4129 Knstlerinfo: irrtmlich auch Fritz Drk, einer der bedeutendsten und gesuchtesten deutschen Portrait- und Genremaler sowie Lithograph (1809 Leipzig bis 1884 Mnchen), Kindheit in Hubertusburg, studierte zunchst an der Akademie Leipzig bei Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld, ab 1822 Privatschler seines Onkels Joseph Stieler (1781-1858) in Mnchen, studierte 1823-29 an der Mnchner Akademie, anschlieend bis 1829 Gehilfe und Kopist Stielers, Malaufenthalte in Hubertusburg (1826), in Oberbayern und in den Alpen sowie 1833 in Wien, beschickte ab 1828 Ausstellungen, 1836-37 Italienreise und Aufenthalt in Genua, Livorno, Pisa, Siena, Rom, Neapel, Amalfi, Sorrent, auf Capri, in Ischia, Pompeji, Pozzuoli, Manfredonia, Triest, Venedig, Parma, Bologna, Verona und in Florenz, anschlieend freischaffend als Portraitmaler in Mnchen, 1840 in Dresden, schuf Werke im Auftrag des Mnchner Hofes wie Portraits der bayerischen Knige Ludwig I. und Ludwig II. und unter anderem zwei Werke zur Ergnzung der Schnheitengalerie seines Onkels auf Schloss Nymphenburg, weilte 1849 auf Einladung des schwedischen Knigshauses in Christiania, Stockholm sowie auf Schloss Gripsholm und fertigte Portraits der Knigsfamilie, 1851 Reise nach Paris und Brssel, anschlieend Portraitmaler am Hofe des Frsten von Thurn und Taxis, 1852-53 in Meran, schuf 1854 als Portraitist am Wiener Hof Bildnisse von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth (Sissi) von sterreich, 1858 als Portraitmaler am Hof in Weimar, ab 1860 Hinwendung zur Genremalerei, 1867 zum Ehrenmitglied der Mnchner Akademie ernannt, ttig in Mnchen und regelmige Sommeraufenthalte am Starnberger See, am Rhein und an der Nordsee (Sylt), Quelle: Thieme-Becker, Saur Bio-Bibliographisches Knstlerlexikon, Hyacinth Holland in All-gemeine Deutsche Biographie, Bruckmann Mnchner Maler des 19./20. Jh., Mller-Singer, Seubert, Boetti-cher, Bnzit, Nagler und Wikipedia.4131Anton Ebert, Frauenportrait1100 Bildnis einer jungen, reich geschmckten Frau, den Blick in die Ferne gerichtet, teils pastose Portraitmalerei in ausgewogener Farbigkeit, um 1880, l auf Leinwand, links signiert und bezeichnet A. Ebert. Wien., auf Keilrahmen Infos zum Knstler, Craquelure, Retuschen, rckseitig an einer Stelle hinterlegt, in ca. 9,5 cm breiter Leiste gerahmt, Falzmae ca. 53,5 x 43,5 cm.Knstlerinfo: sterreichischer Genre-, Portrait- und Landschaftsmaler (1835 Schloss Kladrau bei Mies in Bhmen bis 1896 Wien), studierte an der Akademie Prag, spter an der Akademie in Wien bei Ferdinand Georg Waldmller, als dessen Lieblingsschler er galt, unternahm diverse Studienreisen, ab 1862 Mitglied des Wiener Knstler-hauses, erreichte Berhmtheit als Portraitmaler und fertigte unter anderem Bildnisse des Prinzen Alfred August Windischgrtz und Miniaturportraits von Kaiser Franz Josef I. an, gelegentlich Hinwendung zur Landschaft und zum religisen Genre, so schuf er unter anderem Altargemlde fr die Kirche St. Peter in Kladruby und Laovice, unterhielt zeitlebens Kontakte nach Bhmen, ttig in Wien, Quelle: Thieme-Becker, Saur Bio-Bibliographisches Knstlerlexikon, Boetticher, sterreichisches Biographisches Lexikon und dt. und tschechische Wikipedia.4126'